Unfallbericht richtig ausfüllen – Anleitung mit allen Feldern
Ein korrekt ausgefüllter Unfallbericht beschleunigt die Schadensregulierung um Wochen. Diese Anleitung erklärt Schritt für Schritt, welche Felder auszufüllen sind, worauf du achten musst und welche Fehler du vermeiden solltest.
Warum ist ein korrekt ausgefüllter Unfallbericht wichtig?
Der Unfallbericht ist das wichtigste Dokument bei der Schadensregulierung nach einem Verkehrsunfall. Auf seiner Grundlage entscheidet die Versicherung über die Schuldfrage und die Höhe der Entschädigung. Fehler oder Lücken im Unfallbericht können dich teuer zu stehen kommen.
Konkrete Folgen eines fehlerhaften Unfallberichts: Die Versicherung fordert Nachbesserungen an, was den Regulierungsprozess um Wochen verzögert. Bei unvollständigen Angaben kann die Versicherung die Schuldfrage nicht eindeutig klären und teilt den Schaden möglicherweise auf beide Parteien auf. Im schlimmsten Fall wird der Versicherungsanspruch ganz abgelehnt, wenn wesentliche Informationen fehlen.
Häufige Probleme beim Ausfüllen mit dem Papierformular: unleserliche Handschrift, vergessene Felder, fehlende Versicherungsdaten, ungenaue Ortsangaben und widersprüchliche Angaben zum Unfallhergang. Der digitale Unfallbericht auf unfallbericht.at verhindert diese Probleme durch geführte Eingabe. Du wirst Schritt für Schritt durch alle Pflichtfelder geführt, und das System prüft die Vollständigkeit, bevor der Bericht abgeschlossen werden kann.
Schritt 1: Unfalldaten erfassen
Der erste Abschnitt des Unfallberichts erfasst die grundlegenden Informationen zum Unfall selbst.
Datum und Uhrzeit: Trage das exakte Datum und die ungefähre Uhrzeit des Unfalls ein. Bei Unfällen in den Nachtstunden oder in der Dämmerung ist die Uhrzeit besonders relevant, da sie Aufschluss über die Sichtverhältnisse gibt.
Unfallort: Der Unfallort muss so präzise wie möglich angegeben werden. Idealerweise mit Straßenname und Hausnummer, bei Kreuzungen mit beiden Straßennamen, auf Autobahnen mit Fahrtrichtung und Kilometerangabe. Auf unfallbericht.at wird der Unfallort automatisch per GPS erkannt und auf einer Karte angezeigt. Du kannst die Position bestätigen oder manuell korrigieren.
Verletzte: Gib an, ob Personen verletzt wurden. Falls ja, notiere die Art der Verletzungen und ob ein Rettungsdienst gerufen wurde. Bei Personenschäden ist auch ein Polizeibericht erforderlich.
Zeugen: Wenn Zeugen anwesend sind, trage deren Namen und Kontaktdaten (Telefonnummer, Adresse) ein. Zeugenaussagen können bei strittigen Schuldfragen entscheidend sein.
Schäden an Dritten: Wurde bei dem Unfall auch fremdes Eigentum beschädigt, etwa ein Verkehrszeichen, eine Leitplanke oder ein geparktes Fahrzeug, muss das ebenfalls dokumentiert werden.
Schritt 2: Fahrzeug- und Versicherungsdaten
Im zweiten Abschnitt werden die Daten beider Fahrzeuge und ihrer Versicherungen erfasst. Dieser Abschnitt ist für die Schadensregulierung besonders wichtig, da die Versicherung anhand dieser Daten den Schaden zuordnet.
Fahrzeugdaten pro Partei:
• Kennzeichen: Das vollständige amtliche Kennzeichen, einschließlich Länderkennzeichnung bei ausländischen Fahrzeugen.
• Marke und Modell: z.B. "VW Golf 8" oder "BMW 320i". Bei Unklarheiten hilft ein Foto des Fahrzeugscheins.
• Fahrzeughalter: Name und Adresse der Person, auf die das Fahrzeug zugelassen ist. Das muss nicht der Fahrer sein.
Versicherungsdaten:
• Versicherungsgesellschaft: Der genaue Name der Haftpflichtversicherung.
• Polizzennummer: Die Nummer des Versicherungsvertrags. Sie steht auf der Versicherungskarte (Grüne Karte) und auf der Versicherungspolizze.
• Gültigkeitszeitraum: Von-bis-Datum der Versicherung.
Fahrerdaten:
• Name und Adresse des Fahrers
• Führerscheinnummer und Klasse
• Ausstellungsdatum des Führerscheins
Der digitale Unfallbericht auf unfallbericht.at bietet eine OCR-Funktion: Fotografiere den Führerschein oder die Versicherungskarte, und die Daten werden automatisch ausgelesen und in die entsprechenden Felder eingetragen. Das spart Zeit und vermeidet Tippfehler.
Schritt 3: Unfallhergang und Umstände
Der dritte Abschnitt ist der wichtigste Teil des Unfallberichts: die Dokumentation des Unfallhergangs. Hier entscheidet sich in den meisten Fällen die Schuldfrage.
Die 17-Punkte-Checkliste: Der europäische Unfallbericht enthält eine standardisierte Liste mit 17 möglichen Unfallumständen. Jede Partei kreuzt die Punkte an, die auf ihre Fahrsituation im Moment des Unfalls zutreffen. Die Punkte umfassen unter anderem: stand geparkt, fuhr an, hielt an, fuhr aus einer Parklücke, fuhr auf einen Parkplatz, fuhr in einen Kreisverkehr, befuhr die Kreuzung bei Rotlicht, fuhr in gleicher Richtung auf einer anderen Spur, wechselte die Fahrspur, überholte, bog nach rechts ab, bog nach links ab, fuhr rückwärts, kam auf die Gegenfahrbahn, kam von rechts, missachtete ein Vorrangzeichen.
Freitextbeschreibung: Zusätzlich zur Checkliste gibt es ein Feld für eine eigene Beschreibung des Hergangs. Hier solltest du sachlich und präzise formulieren. Beschreibe, was du getan hast, was du gesehen hast und wie es zum Zusammenstoß kam. Vermeide Schuldzuweisungen wie "Der Gegner hat nicht aufgepasst". Formuliere stattdessen Fakten: "Ich fuhr auf der Hauptstraße geradeaus. Das andere Fahrzeug kam von der Seitenstraße und fuhr in meine rechte Seite."
Im digitalen Unfallbericht wird die Checkliste übersichtlich dargestellt und du kannst die zutreffenden Punkte einfach antippen.
Schritt 4: Unfallskizze zeichnen
Die Unfallskizze ist ein grafisches Protokoll des Unfallhergangs und ergänzt die Checkliste und die Textbeschreibung. Eine gute Skizze kann Missverständnisse klären und die Schadensregulierung erheblich beschleunigen.
Was muss in die Skizze? Zeichne den Straßenverlauf mit Fahrbahnmarkierungen (durchgezogene Linien, Sperrlinien), die Fahrtrichtungen beider Fahrzeuge mit Pfeilen, die Position beider Fahrzeuge im Moment des Zusammenstoßes, Verkehrszeichen und Ampeln, Kreuzungen oder Einmündungen und den genauen Kollisionspunkt.
Tipps für eine gute Skizze: Zeichne aus der Vogelperspektive. Verwende unterschiedliche Symbole oder Beschriftungen für Fahrzeug A und B. Markiere die Fahrtrichtung mit Pfeilen. Wenn möglich, orientiere die Skizze nach Norden.
Der digitale Unfallbericht auf unfallbericht.at bietet eine KI-gestützte Skizzenfunktion: Die App erkennt deinen Standort per GPS und lädt automatisch einen Kartenausschnitt der umliegenden Straßen. Du platzierst dann Fahrzeuge, Fahrtrichtungen und weitere Objekte auf der Karte. Das ist besonders bei komplizierten Kreuzungen oder Kreisverkehren hilfreich, wo eine freihändige Skizze schnell unübersichtlich wird.
Schritt 5: Schäden dokumentieren und Fotos
Im fünften Schritt werden die am Fahrzeug entstandenen Schäden dokumentiert. Dazu gibt es im Unfallbericht eine schematische Fahrzeugansicht, auf der du die beschädigten Bereiche markierst.
Schadensmarkierung: Für beide Fahrzeuge wird auf der Fahrzeugskizze markiert, welche Bereiche beschädigt wurden – z.B. vorne links, Beifahrertür, hinterer Stoßfänger. Achte darauf, alle sichtbaren Schäden zu erfassen, auch scheinbar geringfügige Kratzer oder Dellen.
Fotodokumentation: Ergänze die Schadensmarkierung mit Fotos. Fotografiere jeden Schaden aus verschiedenen Entfernungen: ein Übersichtsfoto, das zeigt, wo am Fahrzeug der Schaden liegt, und ein Detailfoto, das den Schaden selbst zeigt. Fotografiere auch vorhandene Altschäden am gegnerischen Fahrzeug, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.
Im digitalen Unfallbericht auf unfallbericht.at kannst du die Schäden interaktiv auf einer Fahrzeugskizze markieren und Fotos direkt hochladen. Die Fotos werden im fertigen PDF-Bericht zusammen mit den übrigen Angaben dokumentiert.
Wichtig: Dokumentiere nicht nur die Schäden am eigenen Fahrzeug, sondern auch am gegnerischen. Wenn das gegnerische Fahrzeug Vorschäden aufweist, fotografiere auch diese – das kann verhindern, dass dir später fremde Schäden zugerechnet werden.
Schritt 6: Digital unterschreiben und PDF generieren
Der letzte Schritt ist die Unterschrift beider Unfallparteien. Die Unterschrift bestätigt, dass beide Parteien mit den gemachten Angaben einverstanden sind.
Beim digitalen Unfallbericht auf unfallbericht.at unterschreibst du direkt auf dem Touchscreen deines Smartphones. Die digitale Signatur hat die gleiche Rechtskraft wie eine handschriftliche Unterschrift. Beide Parteien müssen unterschreiben – jeder auf seinem eigenen Gerät.
Nach der Unterschrift wird automatisch ein PDF generiert, das alle Angaben, die Unfallskizze, die Schadensmarkierungen und die Fotos enthält. Beide Parteien können das PDF sofort herunterladen und an ihre Versicherung senden.
Wichtiger Hinweis: Lies den gesamten Unfallbericht sorgfältig durch, bevor du unterschreibst. Nach der Unterschrift ist der Bericht abgeschlossen und kann nicht mehr verändert werden. Wenn du mit einer Angabe des Unfallgegners nicht einverstanden bist, unterschreibe nicht und vermerke deinen Einwand.
Du bist nicht verpflichtet, einen Unfallbericht zu unterschreiben. Wenn du dich unter Druck gesetzt fühlst oder die Angaben nicht korrekt sind, kannst du die Polizei rufen und den Sachverhalt dort dokumentieren lassen.
Wie füllt man einen Unfallbericht richtig aus?
Einen Unfallbericht füllt man richtig aus, indem man alle Felder vollständig und wahrheitsgemäß ausfüllt. Der europäische Unfallbericht hat einen standardisierten Aufbau: Zuerst werden Datum, Uhrzeit und Unfallort eingetragen, dann die Fahrzeug- und Versicherungsdaten beider Parteien. Der Unfallhergang wird anhand einer 17-Punkte-Checkliste dokumentiert, ergänzt durch eine Unfallskizze und eine Freitextbeschreibung. Abschließend werden die Schäden an beiden Fahrzeugen markiert und der Bericht von beiden Parteien unterschrieben.
Der häufigste Fehler beim Ausfüllen ist Unvollständigkeit: fehlende Versicherungsdaten, ungenaue Ortsangaben oder eine fehlende Unfallskizze. Der zweithäufigste Fehler ist eine emotionale oder wertende Beschreibung des Hergangs statt einer sachlichen Darstellung. Der digitale Unfallbericht auf unfallbericht.at führt dich Schritt für Schritt durch alle Felder und prüft die Vollständigkeit, bevor der Bericht abgeschlossen werden kann.
Häufig gestellte Fragen zum Ausfüllen des Unfallberichts
Die häufigsten Fehler: unvollständige Versicherungsdaten, ungenaue Ortsangaben, fehlende Unfallskizze, keine Fotodokumentation, emotionale statt sachlicher Hergangschilderung und fehlende Zeugenangaben. Der digitale Unfallbericht verhindert diese Fehler durch geführte Eingabe und Vollständigkeitsprüfung.
Wenn der Unfallgegner die Unterschrift verweigert, kannst du den Bericht als Einzelbericht ausfüllen. Dokumentiere alle verfügbaren Daten des Gegners (Kennzeichen, Versicherung, Name), fotografiere die Schäden und informiere deine Versicherung über die verweigerte Kooperation. Im Zweifelsfall rufe die Polizei.
Beim digitalen Unfallbericht können Änderungen vorgenommen werden, solange beide Parteien noch nicht unterschrieben haben. Nach der digitalen Unterschrift ist der Bericht abgeschlossen und das PDF wird unveränderlich gespeichert. Nachträgliche Korrekturen müssten als separates Dokument eingereicht werden.
Es ist dringend empfohlen, den Unfallbericht am Unfallort auszufüllen, solange alle Details frisch sind und beide Parteien anwesend sind. Falls das nicht möglich ist, solltest du alle Daten notieren und den Bericht so schnell wie möglich danach ausfüllen. Der digitale Unfallbericht auf dem Smartphone dauert unter zehn Minuten.
Besonders wichtig sind: der genaue Unfallort, die vollständigen Versicherungsdaten beider Parteien (Gesellschaft und Polizzennummer), die korrekte Auswahl der Unfallumstände aus der 17-Punkte-Checkliste, eine verständliche Unfallskizze und die Fotos der Schäden. Diese Angaben bilden die Grundlage für die Schuldfeststellung und Schadensregulierung.
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